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Menschen

Britta Albegger

Britta Albegger,

Gründerin von Schwebedialog®

Was kosten uns Kommunikationsprobleme, die wir nicht bemerken?

Darüber denke ich immer wieder nach.

Als systemische Organisationsentwicklerin mit künstlerischem Hintergrund habe ich viele Jahre lang internationale Innovations- und Veränderungsprozesse begleitet. Dabei haben mich besonders die Themen und Bedürfnisse beschäftigt, über die niemand spricht. Sie stehen auf keiner Agenda und wirken trotzdem mit.

Mein Weg begann mit einem Kunststudium in Wien. Später kamen Ausbildungen in multimedialer Kunsttherapie und systemischer Organisationsentwicklung dazu. Aus der Kunst habe ich den offenen Blick mitgenommen. Die systemische Arbeit hat meine Aufmerksamkeit für Zusammenhänge geschärft. Beides brauche ich, wenn einfache Erklärungen dem, was tatsächlich geschieht, nicht gerecht werden.

Mich fasziniert der Moment, in dem wir nicht gleich etwas „richten“ müssen. Veränderung wird dadurch nicht weniger wichtig. Aber unsere Vorstellungen davon, was sein sollte, verdecken manchmal genau das, worum es eigentlich geht.

Im Schwebedialog, den Geza und ich entwickelt haben, müssen wir das, was sich zeigt, erst einmal nicht verbessern. Hier darf alles genauso sein, wie es gerade ist. So kann auch das auftauchen, wonach niemand gefragt hat. Unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse müssen nicht angeglichen werden. Wenn jeder Mensch mit seiner Wahrnehmung gehört, gesehen und ernst genommen wird, entsteht Kontakt, der auch ohne Einigkeit trägt. Der eigene Blick wird dadurch nicht falsch. Er wird weiter - und mit ihm das, was wir für möglich halten.

Was uns Kommunikationsprobleme kosten, die wir nicht bemerken? Keine Ahnung. Ich weiß nur: Manches, was auf keiner Agenda steht, liegt im Schwebedialog plötzlich auf dem Tisch.

Geza Horvat

Geza Horvat,

Gründer von Schwebedialog®

Als Grenzgänger zwischen Kunst, Technik und innerer Reflexion begleitet mich seit jeher die Frage, was unter den sichtbaren Strukturen liegt. Stationen wie das Studium der Wirtschaftsinformatik, die Arbeit als Filmregisseur und als IT-Experte spiegeln meine vielfältigen Interessen, meine Neugierde und die Suche nach Tiefe wider.

Mich interessiert nicht das Funktionale, sondern das, was sich entzieht: verborgene Beweggründe, unausgesprochene Spannungen und die stillen Fragen zwischen den Zeilen. Aus dieser Haltung haben Britta und ich 2018 den Schwebedialog entwickelt. Er gibt dem Unausgesprochenen Raum und ermöglicht Menschen, sich selbst und anderen zu begegnen, ohne dass alles sofort eine Antwort braucht.

Heute arbeiten wir mit dem Schwebedialog in unterschiedlichen Kontexten. Widersprüche müssen dabei nicht aufgelöst werden. Die eigene Wahrnehmung kann sich vertiefen, und im Nichtwissen liegt manchmal eine schöpferische Kraft. Unsicherheit ist für mich kein Defizit, sondern oft der Anfang von Erkenntnis und wirklicher Begegnung.

Markus Plischke

Markus Plischke


Kooperationspartner von Schwebedialog®

Als selbständiger Berater, Trainer und Coach begleite ich Menschen und Organisationen dabei, gut zusammenzuarbeiten und Veränderungen bewusst zu gestalten. Nach meinem Studium der Betriebswirtschaft und meiner Tätigkeit als Berater bei einer der »Big Four«-Gesellschaften entschied ich mich früh für den systemischen Ansatz. Probleme und Verhaltensweisen stehen für mich nie allein. Sie entstehen und wirken in den Beziehungen und Bedingungen eines sozialen Systems.

Mich beschäftigt die Frage, wie in Organisationen Räume entstehen können, in denen Menschen sich gesehen, gehört und miteinander verbunden fühlen. Menschen, mit denen ich arbeite, beschreiben mich als jemanden, der solche Räume öffnen und halten kann. Wenn der Rahmen trägt, werden Vertrauen, Klarheit und Kreativität möglich.

Meine langjährige Meditationspraxis und mein Engagement im Netzwerk Achtsame Wirtschaft prägen meine Arbeit. Achtsamkeit ist für mich eine Haltung und eine Art zu arbeiten: bei dem zu bleiben, was sich zeigt, bevor daraus gleich eine Veränderung gemacht werden muss.